Die Region stärken und den Menschen, die hier leben, Mehrwerte bieten: Das ist die Motivation der Kreiswerke Barnim und der Stadtwerke Bernau für das gemeinsame Strom- und Gasprodukt BARNIM ENERGIE, das im Juni 2021 seinen 1. Geburtstag feierte. Anlässlich des Jubiläums hatten die Kreiswerke Barnim und die Stadtwerke Bernau als Dankeschön ein Gewinnspiel ausgelobt. Auch hier stand mit der bewussten Verlosung von Gutscheinen für Barnimer Freizeiteinrichtungen die Stärkung der Region im Mittelpunkt. Aus den zahlreichen Einsendungen aus dem gesamten Barnim konnten nun drei Gewinner*innen ausgelost werden: Ein Gutschein im Wert von 65 EUR für den Kletterpark Bernau geht an eine Panketalerin, der zweite Preis in Form eines 50-EUR-Gutscheins für den Kletterpark Schorfheide sowie der dritte Preis in Form eines Gutscheins im Wert von 40 EUR für das Wildkatzenzentrum Felidae in Tempelfelde gehen jeweils nach Eberswalde. Die Gewinner*innen werden in den nächsten Tagen benachrichtigt.

Die Kreiswerke Barnim und die Stadtwerke Bernau beraten an BARNIM ENERGIE Interessierte telefonisch unter 03334 819 22 36 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Informationen gibt es unter www.barnim-energie.de. Das Servicebüro BARNIM ENERGIE in der Friedrich-Ebert-Straße 10 in der Eberswalder Innenstadt bietet zudem eine persönliche Anlaufstelle für Fragen sowie zum Abschluss von Verträgen.

Bild: Genial regional: Die drei Gewinner*innen des BARNIM ENERGIE-Gewinnspiels erhalten jeweils einen Gutschein für eine ausgewählte Barnimer Freizeiteinrichtung. (Foto: KWB)

Letzter von 19 neuen Ladepunkten der Kreiswerke Barnim im Rudolf-Virchow-Quartier der WHG eröffnet.

Es ist soweit: Nach umfänglichen Bauarbeiten kann die Grün- und Parkfläche inmitten des Mieter-Quartiers der Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft Eberswalde (WHG) in der Rudolf-Virchowstraße 17-25 im Eberswalder Leibnizviertel eröffnet werden. Die Eröffnung ist zugleich der Nutzungsstart für zwei öffentliche emobility Ladepunkte, welche die Kreiswerke Barnim bereits zum April 2021 am Standort in Betrieb nehmen konnten. Nun stehen im frisch sanierten Quartier demnach auch Park- und Ladeplätze für Anwohner*innen sowie Besucher*innen mit einem E-Fahrzeug zur Verfügung. Dieser Schritt ergänzt die bestehende Zusammenarbeit zwischen der Kreiswerke Barnim und der WHG, die bereits seit 2020 Hauptnutzerin von zwei BARshare-Fahrzeugen im Eberswalder Stadtteil Finow sowie in der Eberswalder Innenstadt ist.

Die neue Ladesäule in der Rudolf-Virchow-Straße ist die letzte von 19 neuen Ladepunkten des emobility Ladenetzes Barnim, welche als dritte Ausbaustufe des öffentlichen Ladenetzes der Kreiswerke für das Zwischenladen von E-Fahrzeugen im Barnim dieses Jahr realisiert werden konnten. Somit können E-Mobilist*innen ihre Fahrzeuge an weiteren Ladesäulen in der Kreisstadt Eberswalde sowie in den Barnimer Städten Ahrensfelde, Wandlitz und Werneuchen nachladen.

Die Installation der neuen Ladesäulen im Rahmen der dritten emobility-Ausbaustufe konnte durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) in Höhe von 59.300 EUR gefördert werden. Die neuen Ladepunkte ergänzen die bisherige Ladeinfrastruktur des emobility Ladenetzes Barnim auf nunmehr 60 öffentliche Ladepunkte in den genannten Barnimer Orten sowie –Bernau, Biesenthal, Britz, Chorin, Lunow, Marienwerder OT Ruhlsdorf, Melchow, Niederfinow, Oderberg, Stolzenhagen und Breydin OT Tuchen.

Das emobility Ladenetz Barnim wurde 2019 als öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Mobilist*innen von den Kreiswerken Barnim auf den Weg gebracht und wird durch die Tochtergesellschaft Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft (BEBG) umgesetzt. Die erste und zweite Ausbaustufe mit bislang 44 Ladepunkten in zwölf Barnimer Orten konnten durch Mittel des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) und des Landes Brandenburg (ILB) bereits 2019 und 2020 realisiert werden. Ziel der Kreiswerke Barnim ist es, E-Mobilist*innen perspektivisch alle 10 bis 15 Kilometer eine öffentliche Nachlademöglichkeit im Landkreis Barnim zur Verfügung zu stellen. Die vierte und fünfte Ausbaustufe des Ladenetzes befinden sich derzeit in der Umsetzung.

Alle emobility Ladesäulen sind mit Ladesteckdosen des EU-genormten Typs 2, 400V/32A AC für Ladungen bis 22 kW Ladeleistung ausgestattet und werden mit 100% Ökostrom durch den regionalen Partner Stadtwerke Bernau beliefert. Die aktuellen Ladestandorte, Ladepreise sowie Angebote für Viellader*innen finden sich unter www.ladenetz-barnim.de

Die Kreiswerke Barnim und die Stadtwerke Bernau feiern das einjährige Bestehen ihrer Regionalmarke BARNIM ENERGIE ­ Geburtstagsgewinnspiel mit tollen Preisen inklusive

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer überreicht rund 25 Millionen Euro Fördermittel an Verbundvorhaben in den Brandenburger Landkreisen Barnim und Oberhavel.

Es ist der Startschuss für ein wegweisendes Vorhaben, den Bundesminister Andreas Scheuer am heutigen Tag am Bahnhof Basdorf gemeinsam mit Vertreter*innen der Landes- und Kommunalpolitik gab: Es geht um nichts weniger als den Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wir reaktivieren die Stammstrecke der Heidekrautbahn, wir verbinden das Umland mit der Metropole Berlin – und das alles mit 100 Prozent grünem Wasserstoff: Heute gehen wir erneut einen Riesenschritt in Richtung klimaneutraler Schienenverkehr. Damit setzen wir unsere Nationale Wasserstoffstrategie konsequent um.“

Insgesamt rund 25 Millionen Euro waren im Gepäck des Ministers, die er an die drei Vorhabenträger ENERTRAG, Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und Kreiswerke Barnim überreichte. Die drei bereits langjährig in der Region nördlich von Berlin engagierten Verbundpartner wollen mit dieser Unterstützung Maßstäbe im Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur

und nachhaltiger Mobilität im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) setzen. „Durch den Betrieb wasserstoffbetriebener Fahrzeuge können die Geräuschbelastung reduziert und ein CO2-Ausstoß im Regionalverkehr vermieden werden“, erläutert Detlef Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn, das Kernziel des Vorhabens. „Der „grüne“ Wasserstoff wird nicht nur zu 100% aus lokal gewonnenen, erneuerbaren Energien erzeugt, sondern ermöglicht auch einen vollständig emissionsfreien SPNV auf der Heidekrautbahn über die gesamte Wertschöpfungskette.“ Die NEB erhält eine Förderung von rund neun Millionen Euro, um ab Dezember 2024 sechs Wasserstoff-Brennstoffzellen-Züge auf der Regionalbahnlinie RB27 einsetzen zu können. „Die Wasserstoffzüge steigern die Attraktivität des SPNV für Berufsverkehr und Tourismus und unterstützen den Ausbau einer umweltfreundlichen, grünen Mobilität in der Region“, ergänzt Bröcker. „Durch die parallel erfolgende Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn entstehen zusätzliche, herausragende Synergien, die für den Klimaschutz und zur Förderung eines nachhaltigen SPNV für die Region nördlich von Berlin genutzt werden können.“

Für den benötigten Wasserstoff, der zu 100% aus regenerativ erzeugtem Strom produziert werden soll, sorgt der erfahrene Energieerzeuger ENERTRAG, der für den Aufbau eines Wasserstoffwerkes Fördermittel in Höhe von ca. 13 Millionen Euro erhält. „Wir wollen unsere Region mit Wasserstoff aus Windkraft versorgen. Er ist der billigste erneuerbare Treibstoff. Unser Hybridkraftwerk zeigt seit zehn Jahren, dass die Elektrolyse erneuerbare Energie problemlos speicherbar macht. Wasserstoff ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende. Im Verkehrsbereich, welcher dringend weniger Kohlendioxid ausstoßen muss, ist er die ideale Ergänzung zum Strom. Mit der Bahn durch Brandenburg zu fahren macht sicher doppelt so viel Freude, wenn der Treibstoff aus hiesigen Windmühlen stammt“, beschreibt Jörg Müller, ENERTRAG-Vorstandsvorsitzender die Rolle im gemeinsamen Vorhaben.

Die Kreiswerke Barnim, dritte Partnerin im Verbund, wird mit der Errichtung einer Wasserstoff-Zugtankstelle die nötigen infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen, um den produzierten Wasserstoff am Ort des Energiebedarfes zur Verfügung zu stellen. Das Vorhaben wird mit 2,5 Millionen Euro unterstützt. „Wir arbeiten als Verbund bereits seit 2017 gemeinsam an dem Ziel, in unserer Region den Stromertrag aus den erneuerbaren Energieanlagen auch direkt zu nutzen, Wertschöpfung zu

generieren und die Energiewende voranzubringen. Der Fördermittelbescheid ist ein starkes Signal und notwendige Unterstützung für die Akteure, um im Einsatz von Wasserstoff und dem Aufbau notwendiger Infrastruktur international nicht den Anschluss zu verlieren“, so Christian Mehnert, Geschäftsführer Kreiswerke Barnim.

Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg: „Ich unterstütze das hürdenreiche Projekt zur Umstellung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Heidekrautbahnlinie auf Wasserstoff-Brennstoffzellenzüge seit mehreren Jahren. Mit dem offiziellen Startschuss für das Projekt wird nun endlich noch stärker sichtbar, dass Brandenburg mit seinen innovativen Unternehmen die Energiewende aktiv vorantreibt – und das nicht nur im Stromsektor, sondern auch bei der Mobilität. Das Wasserstoff-Projekt verdeutlicht, wie die für die Energiewende so wichtige Sektorenkopplung in der Mobilität funktionieren kann. Ich bin überzeugt, dass Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zukünftig eine entscheidende industriepolitische Wirtschaftskraft entfalten werden.“

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Wir wollen die Verkehrswende in unserem Land voranbringen. Damit noch mehr Menschen auf nachhaltige Verkehrsmittel wie die Bahn umsteigen, bauen wir das Angebot im SPNV weiter aus. Ich freue mich, dass wir im Rahmen des Projekts i2030 nicht nur die historische Stammstrecke der Heidekrautbahn reaktivieren, sondern auch den Startschuss für eine klimafreundliche Wasserstoff-Infrastruktur geben. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Mobilität und für die wirtschaftliche Entwicklung in Brandenburg.“

Mit Übergabe des Fördermittelbescheides können die Partner in die Detailplanung für die Wasserstofferzeugungs- und Infrastrukturanlagen sowie Fahrzeuge starten und die erforderlichen Genehmigungsverfahren einleiten. Ziel ist der Einsatz von brennstoffzellenbetriebenen Zügen zum Fahrplanwechsel am 15.12.2024.

Die Gesamtkosten des Verbundvorhabens belaufen sich auf ca. 100 Millionen Euro.

Die Forschungspartner BTU Cottbus-Senftenberg und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) werden die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens übernehmen. Die Gewinnung neuer Erkenntnisse

über den langfristigen Einsatz der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie im SPNV unter Nutzung von ausschließlich grünem Wasserstoff durch Direktkopplung an EE-Anlagen zur Erzeugung von Elektrolyse-Wasserstoff aus 100% EE-Strom ist ein zentrales Element im Verbundvorhaben.

Das Projekt „Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben im Nahverkehr des Landkreises Barnim“ wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt rund 25 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

 

Die Fördermittelempfänger

ENERTRAG | Teilprojekt Aufbau Wasserstoffwerk

ENERTRAG erbringt alle Dienstleistungen rund um erneuerbare Energien. Wir führen Strom, Wärme und Mobilität in allen Lebensbereichen effizient zusammen. Als Energieerzeuger mit einer Jahresproduktion von 1,68 Mio. MWh im Bestand und einem Servicenetzwerk mit über 1.125 Windenergieanlagen wissen wir dabei auch aus eigener Erfahrung, was für unseren Kunden wichtig ist. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in Europa vereinen unsere rund 680 Mitarbeiter alle Kompetenzen, die für erfolgreichen Betrieb und effiziente Instandhaltung, aber auch für eine bürgernahe Planung und zuverlässigen Bau von Energieanlagen und Netzen bis hin zu kompletten Verbundkraftwerken erforderlich sind. Wir sind immer eine Energie voraus – sei es bei Sektorkopplung, Beteiligungsmodellen oder bedarfsgerechter Nachtkennzeichnung.

Ansprechpartner: Matthias Philippi
Telefon: 039854 645 97 48
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.enertrag.com

 

NEB | Teilprojekt Wasserstoffzüge

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) schafft Mobilität im Schienenpersonennahverkehr auf elf Linien in der Region Berlin-Brandenburg. Die Wurzeln des 120-jährigen, traditionsreichen Unternehmens liegen hier und sind zugleich Anspruch und Motivation für eine umweltfreundliche Verbindung zwischen Stadt und Land. Die Niederbarnimer Eisenbahn-AG besitzt und betreibt das Netz der Heidekrautbahn im nördlichen Berliner Umland. Sie strebt an, ab Dezember 2024 sechs wasserstoffbetriebene Fahrzeuge im SPNV auf der Heidekrautbahn einzusetzen.

Ansprechpartner: Marcus Badow
Telefon: 030 396 011 107
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.NEB.de

 

KWB | Teilprojekt Aufbau Wasserstofftankstelle

Die Vision der KWB ist es, dem Landkreis Barnim zu ermöglichen, zu 100 Prozent unabhängig von fossiler Energieversorgung zu werden, sich autark zu versorgen und auf Energieimporte zu verzichten. Als 100-prozentige Tochter des Landkreises Barnim ist sie für die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie im Barnim verantwortlich und in den verschiedensten

Bereichen nachhaltig engagiert. Die KWB ist Partnerin für Kommunen, bei der Errichtung effizienter Straßenbeleuchtung oder von PV- und Wärmeerzeugungsanlagen in und auf kommunalen Liegenschaften. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schaffung von nachhaltigen Mobilitätsangeboten im ländlichen Raum. So zeichnet die Landkreis-Tochter verantwortlich für das gemeinwohlorientierte Mobilitäts-Angebot BARshare und die flächendeckende Installation von Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, dem emobility-Ladenetz Barnim. Der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur im Landkreis Barnim ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu null Emissionen.

Ansprechpartner: Christian Mehnert
Telefon: 03334 526 20 10
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kreiswerke-barnim.de

 

Weitere Informationen

Fördermittelbescheidübergabe ansehen

Foto: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer überreicht 25 Millionen Fördermittel an die Vorhabenträger.
v.l.: Christian Mehnert (KWB) für die Errichtung einer Wasserstofftankstelle, Dr. Gunar Hering (ENERTRAG) für die Errichtung eines Wasserstoffwerkes, Detlef Bröcker (NEB) für die Anschaffung von brennstoffbetriebenen Zügen.

Gemeinsame Pressemitteilung von ENERTRAG, NEB, KWB | 3. Mai 2021

Freiwillige Feuerwehr Oderberg erhält PV-Anlage

Pünktlich zur offiziellen Inbetriebnahme der Solaranlage auf dem Dach der Freiwilligen Feuerwehr Oderberg am 28. Mai schiebt die Sonne die Regenwolken beiseite und sorgt dafür, dass sich der Stromerzeugungszähler ordentlich dreht

„Wir sind sehr stolz auf diese Anlage und können es anderen Feuerwehren nur ans Herz legen. Wir als Institution Freiwillige Feuerwehr haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag, der über das Löschen von Bränden hinausgeht. Das Engagement für eine saubere Umwelt gehört einfach dazu“, bekräftigt Jürgen Bethke, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oderberg das örtliche Engagement für erneuerbare Energien.

Initiiert wurde die solare Nutzung der Dachflächen im Herbst 2018 von der ehrenamtlichen Bürgermeisterin von Oderberg Frau Hähnel, die mit der Projektidee an die Barnimer Energiegesellschaft (BEG) herangetreten ist. Die Stadt Oderberg ist seit 2017 Gesellschafterin und genießt dadurch eine kostenfreie Beratung und Unterstützung in der Projektentwicklung. So konnte gemeinsam ein für die Stadt Oderberg attraktives Projekt entwickelt und im Unternehmensverbund der Kreiswerke Barnim eine Photovoltaikanlage realisiert werden.

Die Anlage ist mit einer Leistung von 64,6 kWp vergleichsweise klein, sorgt aber dafür, dass der gesamte Jahresverbrauch der 37 Oderberger Kameraden zu ca. 60 % gedeckt ist. Auf dem Dach wurden 190 Module mit einer Leistung von je 340 Wp, innerhalb von 1 Woche installiert. Sie werden durch die SUN:BAR, einer Gesellschaft der Kreiswerke Barnim, in kommunaler Hand betrieben. „Ich kann hier nur zur Nachahmung aufrufen“, sagt Bethke, der die Planungs- und Bauphase als unkompliziert beschreibt.

Um die PV-Dachanlage über 29 Jahre betreiben zu können, wurde mit dem Amt Britz-Chorin-Oderberg für diesen Zeitraum ein Pachtvertrag geschlossen.

„Eine tolle Sache“, findet auch Amtsdirektor Jörg Matthes. „Eine gewinnbringende Zusammenarbeit für mehrere Seiten und ein gutes Vorbild für unsere 15 weiteren Feuerwehren im Amtsgebiet.“

Für die Kreiswerke Barnim ist es die dritte Solarstromanlage, die in diesem Jahr ans Netz geht. Erst vor wenigen Tagen wurde die dritte Solarfreiflächenanlage   mit 750 kWp installierter Leistung auf dem Gelände der Deponie Ostend  in Betrieb genommen. Weitere Anlagen sind noch für dieses Jahr geplant.

Foto: Sonnenstrom vom Feuerwehrdach sorgt für Erleuchtung. v.l. Harry Gramms (Stellvertretender Bürgermeister Stadt Oderberg), Steven Lindner (Projektmanager Barnimer Energiegesellschaft mbH), Daniel Heymach (Projektmanager Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH), Florian Gebler (Gerätewart FFW Oderberg), Amtsdirektor Jörg Matthes und Jürgen Bethker (Wehrführer FFW Oderberg) freuen sich über den Einsatz von grünem Strom in der Oderberger Liegenschaft. (Foto: Torsten Stapel)

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