Von der Schmuddelecke zum Energiepark

Dass sich auf dem Deponiegelände in Eberswalde Ostend einiges bewegt ist weithin sichtbar. Der Müllberg ändert stetig sein Gesicht. Seit Februar dieses Jahres sind im Rahmen des letzten Bauabschnittes zur Sicherung des Deponiekörpers wieder  zahlreiche LKWs, Bagger und Raupen im Einsatz, um noch bis Mitte Juni tonnenweise Erde auf dem stillgelegten Müllberg zu verteilen. Und seit Beginn der Woche gibt noch etwas anderes, das dem Berg eine neue Optik verleiht: ein Kleinwindrad stellt in luftiger Höhe seine Rotorblätter dem Wind entgegen. Es ist Brandenburgs erstes Windrad auf einem stillgelegten Deponiekörper. Mit einem geschätzten Jahresertrag von ca. 2.200 kWh, soviel wie ein Haushalt im Jahr an Strom verbraucht, dient das Windrad nicht in erster Linie der Stromeinspeisung, vielmehr ist es ein Demonstrationsobjekt. Diese dezentrale Erzeugungstechnik kann auch für Hausbesitzer interessant sein, so bedarf der Aufbau dieses 9,90 m hohen Windrädchens in Brandenburg keiner Baugenehmigung. Interessenten können sich vor Ort ein Bild machen, es sehen und hören. Dr. Matthias Finck, Geschäftsführer der aufstellenden Firma IGEA berichtet, dass die Geräuschentwicklung des Windrades zu vernachlässigen sind, die Geräusche des Windes selbst seien lauter als die Anlage.

Das Gelände am Standort Ostender Höhen hat schon längst das Schmuddelimage verloren, auch wenn noch viele ältere Eberswalder zur „Mülle“ hochfahren, wenn sie ihre Wertstoffe auf dem Recyclinghof anliefern. „Wir haben hier oben einen besonderen Standort, bei dem die Belange der Abfallwirtschaft und der benachbarten Wohnbebauung in Einklang gebracht werden müssen. Ich kann mit Stolz sagen, dass uns das bisher immer sehr gut gelungen ist und ich unterstütze die weitere Entwicklung an diesem Standort“, so Friedhelm Boginski, der ganz nebenbei den Ausblick auf die Stadt genoss.

 

„Ein weiteres nachhaltiges Vorhaben steht in den Startlöchern. Mit der Finizio GmbH, einem Eberswalder Start Up-Unternehmen, siedelt sich auf unserem Gelände ein Unternehmen an, das aus den menschlichen Hinterlassenschaften Nährstoffe und Humus gewinnen wird“, berichtet Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim und Hausherr am Standort. Ein wissenschaftlich begleitetes Projekt, um ein DIN-Verfahren für diese Kompostierung menschlichen Kots zu entwickeln. Geruchsbeeinträchtigungen sind nahezu ausgeschlossen, die Beimengung von Sägespänen, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle sowie die Abdeckung mit einer wasserundurchlässigen Membran werden Gerüche verhindern.

WHG setzt zukünftig auf E-Mobilität und hat dafür einen regionalen Partner gewonnen:

Die Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH (BEBG mbH) unter Leitung ihres Geschäftsführers Christian Mehnert wird die WHG ab 2020 dabei unterstützen, den Weg in die E-Mobilität zu starten. In der Klimaschutzvereinbarung der WHG ist die Umrüstung auf E-Mobilität und die Mieterbeteiligung verankert. Beides zusammen soll dann spätestens ab 2020 in Kombination von Angeboten der E-Mobilität verfügbar sein.

Ein von der BEBG entwickeltes Konzept, das BARshare soll dabei für die Mitarbeiter der WHG und den WHG Fuhrpark zum Einsatz kommen, von dem auch die Bürger der Stadt und insbesondere die Mieterinnen und Mieter der WHG profitieren. Eine geteilte E-Mobilität für Auto und Bikes wird die Grundlage des Konzeptes und der gemeinsamen Zusammenarbeit von WHG und BEBG.

Die ersten Abstimmungen zur Projektentwicklung und Realisierung sind schon erfolgt. Aktuell geht es bereits um Standorte für Ladestationen, Leasing, Sharing und natürlich die Modelle, die dann auf den Straßen zu sehen sein werden. Schon ab 2020 sollen die ersten WHG Sharing Autos und Bikes in der Stadt fahren. Ein ehrgeiziger Plan sowohl für die WHG, als auch für die BEBG.

Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Innovation, die Aufbruchsstimmung mit dem Wunsch nach Veränderung sind die Motivation, die dieses Projekt tragen.

Weitere Informationen rund um die nachhaltige Mobilität im Barnim erhalten Sie online unter www.barshare.de

Sneak Preview BARshare

Landrat Daniel Kurth gibt Startschuss

Die Barnimer Kreisverwaltung will die Nutzung eines Carsharing-Service im Dienstalltag testen. Barnims Landrat Daniel Kurth gab in der letzten Woche den Startschuss für das Projekt im eigenen Haus. Ab sofort werden zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Liegenschafts- und Schulverwaltungsamt, dem Ordnungsamt und dem Amt für Verbraucherschutz und Gesundheit dafür fünf elektrisch betriebene BARshare-Fahrzeuge nutzen und sich mit dem Buchungsprozess vertraut machen. Neu ist das digitale Buchen des Dienstwagens über eine Webseite und der Zugang zu den Fahrzeugen mit Hilfe einer RFID-Zugangskarte und nicht wie gewohnt per Schlüssel. „Ich bin überzeugt, dass dieses Angebot viele Barnimer begeistern und uns auch im Bereich der klimafreundlichen Mobilität ein großes Stück voranbringen wird“, erklärte Daniel Kurth, was er sich von dem Projekt verspricht.

Unter dem Motto „Teilen statt besitzen“ wird das Mobilitätsangebot der Kreiswerke Barnim ab dem 1. Juni einen Furhpark von zunächst 23 Fahrzeugen betreiben und diesen Verwaltungen, Unternehmen und privaten Personen zur Nutzung zur Verfügung stellen. Die Fahrzeuge werden in Eberswalde, Bernau, Biesenthal, Britz und Melchow ausleihbar sein.

BARshare erfährt bereits vor dem offiziellen Start eine beachtliche Resonanz. So konnten die Kreiswerke Barnim zur ersten öffentlichen Präsentation zum Familientag erneuerbare Energien am vergangenen Wochenende bereits 60 Nutzer registrieren.

Weitere Informationen zu BARshare unter www.barshare.de.

 

 

Sneak Preview BARshare

Bisher können nur Eingeweihte etwas mit der Bezeichnung „BARshare“ anfangen und das soll sich am Samstag, den 27. April ändern. An diesem Tag stellt sich Barnims erstes Carsharing-Angebot zum Familientag erneuerbare Energien auf dem EnergieCampus ERNEUER:BAR erstmalig der Öffentlichkeit vor.

Um 14:00 Uhr heißt es Einsteigen und Mitfahren. Mit elektrisch betriebenen Renault Zoes gibt es einen Shuttleservice von der Eberswalder Innenstadtkonferenz zum 6. Familientag erneuerbare Energien auf dem EnergieCampus in der Brunnenstraße. Start ist der Eberswalder Marktplatz.

In der Zeit von 14:30 bis 18:00 Uhr können fünf der, später 23 Fahrzeuge starken, Elektroflotte und Lastenräder der Marke Babboe Probe gefahren werden. Interessierte können sich kostenlos als Nutzer registrieren lassen. Was zukünftig mit 10 EUR berechnet wird, ist an diesem Tag kostenlos möglich. Wichtig: Führerschein nicht vergessen!

Die Kreiswerke Barnim arbeiten seit ca. einem Jahr an einem modernen und flexiblen Mobilitätsangebot für den Landkreis Barnim, das sich gleichermaßen an Verwaltungen, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger richtet. 

Die Webseite www.barshare.de informiert bereits über das künftige Carshare-Angebot, was ab dem 1. Juni offiziell gebucht werden kann.

Kinderflohmarkt am 27. April auf dem EnergieCampus ERNEUER:BAR

Von: 14:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer, Brunnenstraße 26a, Eberswalde 
Anmeldung: bis 23. April an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es werden keine Standgebühren erhoben und es stehen Tische als Verkaufsstand zur Verfügung.

Das Gelände kann zum Entladen bis 13:30 Uhr mit dem Auto befahren werden. Nach dem Ausladen stehen Parkplätze im Parkhaus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung zur Verfügung.

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