Alle Sicherheitspartner des BMVI tragen das offizielle Zeichen der "Aktion Abbiegeassistent", nun auch die umgerüsteten Abfallsammelfahrzeuge der BDG. (Foto: KWB)

MÜLLFAHRZEUGE WERDEN MIT ABBIEGEASSISTENZ-SYSTEM AUSGESTATTET

Seit Anfang April ist die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG) offizieller Sicherheitspartner im Rahmen der „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Dahinter steht die freiwillige Selbstverpflichtung der Partner, Bestandsfahrzeuge so schnell wie möglich mit Abbiegeassistenten nachzurüsten und künftig Lkw zu beschaffen, die bereits werkseitig mit dem Assistenten ausgestattet sind.

Die BDG hat seit diesem Jahr bereits sechs Abfallsammelfahrzeuge mit werkseitig eingebautem Assistenten im Einsatz, zehn Bestandsfahrzeuge werden noch in diesem Jahr nachgerüstet. Das BMVI unterstützt die Sicherheitspartner bei der Umrüstung und übernimmt 60% der Einbaukosten.

„Wir sind mit unseren 24 Sammelfahrzeugen werktäglich unterwegs und legen im Jahr über drei Millionen Kilometer im Landkreis Barnim zurück. Sicherheit im Straßenverkehr ist für uns elementar“, begründet Tino Pompetzki, zuständig für den Fuhrpark der BDG, das freiwillige Engagement des kommunalen Entsorgers. Der Abbiegeassistent bringt dabei beim Rechtsabbiegen Sicht in den sogenannten toten Winkel der Müllfahrzeuge. Er warnt den Fahrer sowohl durch ein akustisches Signal als auch durch eine Warnanzeige im Cockpitdisplay, wenn sich beispielsweise ein Radfahrer im toten Winkel aufhält.

Die BDG kommt dabei einer gesetzlichen Verpflichtung ab 2022 zuvor und ist einer der ersten Logistiker im Barnim, der an der Aktion teilnimmt.

Hintergrund zur Aktion Abbiegeassistent des BMVI
„Fußgänger und Radfahrer werden täglich im Straßenverkehr von abbiegenden Lkw und Bussen gefährdet. Häufig kommt es dabei zu schrecklichen Unfällen mit teils tödlichen Folgen. Viele dieser Unfälle könnten durch sog. Abbiegeassistenten vermieden werden. Abbiegeassistenten sind verfügbare technische Lösungen, die im Straßenverkehr Leben retten können: Sie unterstützen und entlasten Lkw- und Busfahrer/-innen in kritischen Verkehrssituationen z. B. mittels optischer oder akustischer Signale, wenn diese beim Abbiegen Radfahrende gefährden würden.

Eine europaweite schrittweise verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenten ist erst ab Juli 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab Juli 2024 für neue Fahrzeuge vorgesehen. Das ist Bundesminister Scheuer nicht schnell genug. Daher setzt das BMVI mit der „Aktion Abbiegeassistent“ seit 2018 nationale Anreize für eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Verwendung von Abbiegeassistenten.“

Quelle: www.bmvi.de

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