Zaunbau durch die Kommunal- und Infrastrukturservice GmbH (KIS)

Die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen ist im Land Brandenburg bereits in drei Landkreisen nachgewiesen. Betroffen ist auch unser Nachbarlandkreis Märkisch-Oderland. Bislang sind in Brandenburg über 130 Fälle der Afrikanischen Schweinepest amtlich bestätigt. Mittlerweile mussten in sechs Landkreisen Restriktionszonen eingerichtet und eingezäunt werden. Auch auf der polnischen Seite der Oder breitet sich die Erkrankung immer weiter in nördlicher Richtung aus.

Der Landkreis Barnim bereitet sich daher seit September gezielt auf den Fall vor, dass auch hier ein an Afrikanischer Schweinepest verendetes Wildschwein gefunden wird. Um die Einschleppung zu verhindern und um einen Ausbruch im Hochrisikogebiet frühzeitig zu erkennen, wurde eine Pufferzone im Barnim entlang der Oder eingerichtet.

Die Tochtergesellschaft der Kreiswerke Barnim, die Kommunal- und Infrastrukturservice GmbH (KIS GmbH), hat darüber hinaus den Auftrag erhalten, entlang der polnischen Grenze zwischen den Kreisgrenzen zu Märkisch-Oderland und der Uckermark einen neun Kilometer langen und 1,20 m hohen, wildschweinsicheren Zaun zu errichten. Er soll verhindern, dass infizierte Wildschweine aus polnischen Restriktionsgebieten die Tierseuche in den Barnim verschleppen. Wildschweine können sehr gut schwimmen, die Oder allein stellt für sie keine unüberwindbare Hürde dar.

Mit den Baumaßnahmen starteten zehn Mitarbeiter der KIS Ende Oktober. In einem ersten Schritt wurden 2.000 Metallpfosten in die Erde gebracht, um dann den stabilen Maschendrahtzaun daran zu befestigen. Der Zaunbau kann voraussichtlich Ende November abgeschlossen werden.

KWB | 12.11.2020

Auf dem Bild: Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg-MSGIV), Leiterin des Brandenburger Krisenstabs Afrikanische Schweinepest und Barnims Landrat Daniel Kurth informieren sich über den aktuellen Stand des Zaunbaus entlang der Oder.

v.l. Anna Heyer-Stuffer (Staatssekretärin MSGIV), Sven Arend (Geschäftsführer KIS GmbH), Christoph Günther-Skorka (Geschäftsführer KIS GmbH), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim)

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