Wertstoff- und Recyclinghof der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH

Mit dem von der Bundesregierung beschlossenen harten Lockdown ab 16.12. soll das öffentliche Leben drastisch heruntergefahren werden, um den steigenden Infektionszahlen zu begegnen. Die in dem Zuge beschlossenen Maßnahmen haben nun auch ein weiteres Mal Auswirkungen auf den Betrieb der Barnimer Abfallwirtschaft.

„In der Zeit vom 16. Dezember bis voraussichtlich 10. Januar werden wir die Höfe in Bernau, Eberswalde, Ahrensfelde, Althüttendorf, Wandlitz und Werneuchen schließen“, informiert Sven Ulonska, der als Bereichsleiter bei der BDG für den Betrieb der Wertstoff- und Recyclinghöfe zuständig ist. „Für die Barnimer Handwerksbetriebe werden wir, wie auch im Frühjahr dieses Jahres, Möglichkeiten der Entsorgung anbieten“, informiert Ulonska weiter. Nähere Informationen dazu erhalten die Handwerksbetriebe über die zuständigen Handwerkskammern und Unternehmerverbände.

Auch die Kundenbetreuung der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft ist in diesem Zeitraum nur eingeschränkt erreichbar. So werden persönliche Besuche in den beiden Eberswalder Kundenbüros in der Friedrich-Ebert-Straße 10 und den Ostender Höhen 70 bis voraussichtlich 10. Januar ebenfalls nicht möglich sein. Die Kundenbetreuer*innen sind jedoch weithin per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) sowie telefonisch unter (03334 526 20 26, -27, -28) montags bis donnerstags von 9:00 bis 16:00 Uhr und freitags in der Zeit von 9:00 bis 13:00 Uhr zu erreichen.

Aktuelle Informationen und weitere Änderungen in der Abfallentsorgung werden über die regionale Presse, die BDGMüll-App und auf der Internetseite der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH mitgeteilt.

(Foto: Torsten Stapel)

Zaunbau durch die Kommunal- und Infrastrukturservice GmbH (KIS)

Die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen ist im Land Brandenburg bereits in drei Landkreisen nachgewiesen. Betroffen ist auch unser Nachbarlandkreis Märkisch-Oderland. Bislang sind in Brandenburg über 130 Fälle der Afrikanischen Schweinepest amtlich bestätigt. Mittlerweile mussten in sechs Landkreisen Restriktionszonen eingerichtet und eingezäunt werden. Auch auf der polnischen Seite der Oder breitet sich die Erkrankung immer weiter in nördlicher Richtung aus.

Der Landkreis Barnim bereitet sich daher seit September gezielt auf den Fall vor, dass auch hier ein an Afrikanischer Schweinepest verendetes Wildschwein gefunden wird. Um die Einschleppung zu verhindern und um einen Ausbruch im Hochrisikogebiet frühzeitig zu erkennen, wurde eine Pufferzone im Barnim entlang der Oder eingerichtet.

Die Tochtergesellschaft der Kreiswerke Barnim, die Kommunal- und Infrastrukturservice GmbH (KIS GmbH), hat darüber hinaus den Auftrag erhalten, entlang der polnischen Grenze zwischen den Kreisgrenzen zu Märkisch-Oderland und der Uckermark einen neun Kilometer langen und 1,20 m hohen, wildschweinsicheren Zaun zu errichten. Er soll verhindern, dass infizierte Wildschweine aus polnischen Restriktionsgebieten die Tierseuche in den Barnim verschleppen. Wildschweine können sehr gut schwimmen, die Oder allein stellt für sie keine unüberwindbare Hürde dar.

Mit den Baumaßnahmen starteten zehn Mitarbeiter der KIS Ende Oktober. In einem ersten Schritt wurden 2.000 Metallpfosten in die Erde gebracht, um dann den stabilen Maschendrahtzaun daran zu befestigen. Der Zaunbau kann voraussichtlich Ende November abgeschlossen werden.

KWB | 12.11.2020

Auf dem Bild: Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg-MSGIV), Leiterin des Brandenburger Krisenstabs Afrikanische Schweinepest und Barnims Landrat Daniel Kurth informieren sich über den aktuellen Stand des Zaunbaus entlang der Oder.

v.l. Anna Heyer-Stuffer (Staatssekretärin MSGIV), Sven Arend (Geschäftsführer KIS GmbH), Christoph Günther-Skorka (Geschäftsführer KIS GmbH), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim)

VERKÜRZTE ÖFFNUNGSZEITEN IM WINTERHALBJAHR

Eine Woche nach der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit, ändern sich auch die Öffnungszeiten auf den Recycling- und Wertstoffhöfen der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH. Ab dem 1. November 2020 bis zum 31. März 2021 verkürzen sich die Öffnungszeiten unter der Woche und am Wochenende.

Während der Sommermonate entstand auf dem Gelände des Innovations- und Gründerzentrums Eberswalde GmbH (InnoZent) im Technologie- und Gewerbepark eine neue Heizzentrale, an die fünf Bürogebäude des Quartiers in der Alfred-Nobel-Straße angeschlossen sind. „Die Erneuerung der Heizanlage war dringend nötig und nach öffentlicher Ausschreibung konnten wir der ErwärmBAR GmbH den Zuschlag für die Erneuerung erteilen“, so Uwe Heinrich, bei der InnoZent unter anderem für die Infrastruktur am Standort zuständig. Die neue Heizzentrale löst die über 20 Jahre alte Anlage ab. „Die alte Anlage entsprach nicht mehr dem Bedarf am Standort und lief mit hohen Wärmeverlusten. Wir rechnen Dank der neuen Anlage mit jährlichen Einsparungen von ca. 10.000 EUR bei der Wärmeversorgung“, ergänzt Heinrich.

„Mit dieser Anlage haben wir ein erstes Referenzprojekt im Barnim geschaffen, um interessierten Bauherren die Technik hinter dieser effizienten Quartierslösung zu demonstrieren“, freut sich Thomas Simon, Geschäftsführer der Barnimer Energiegesellschaft mbH (BEG), der als Projektleiter das Vorhaben koordiniert hat.

„Als ErwärmBAR liefern wir ab sofort die Wärme an diesem Standort und tragen Sorge für den störungsfreien Betrieb und warme Räumlichkeiten in der kalten Jahreszeit“, erläutert Marcel Hinz, Geschäftsführer der ErwärmBAR GmbH die zukünftige Rolle.

Die ErwärmBAR GmbH ist ein Unternehmen der kommunalen Unternehmensgruppe Kreiswerke Barnim und der e.distherm Wärmedienstleistungen GmbH (e.distherm). Beide Gesellschaften setzen auf die Nutzung klimaschonender Brennstoffe wie Erdgas, Biogas und Biomethan. Mit Anlagen zur Kraftwärmekopplung, dezentraler Energieversorgung und Fernwärmeversorgung stellt sich die ErwärmBAR als Dienstleister im Bereich der effizienten und nachhaltigen Wärmeversorgung den Kommunen vor.

BHKW-Technik

Das BHKW bezeichnet die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme. Da der Brennstoff, in diesem Fall Erdgas, im BHKW durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sehr effizient genutzt wird, benötigt ein Blockheizkraftwerk im Vergleich zur herkömmlichen Energieversorgung weniger Ressourcen und produziert gleichzeitig weniger CO2. Damit das funktioniert, nutzt eine BHKW-Anlage (auch KWK-Anlage) die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme als Heizenergie.

 

Eingesetzte Technik am Standort:

  • 2 x BHKW mit einer elektrischen Leistung von je 16 KW und einer thermischen Leistung von je 32 KW
  • Pufferspeicher: 1.000 Liter
  • 2 x Brennwertkessel à 300 KW für die Spitzenlastabdeckung
  • Benötigte Wärmemenge am Standort: ca. 740 MWh/ Jahr
  • Erzeugte Strommenge: ca. 160 MWh/ Jahr
Heizungskeller einmal anders. So modern wie die Anlage mutet auch der Raum an, in dem sie steht. Die Projektbeteiligten freuen sich über den gelungenen Abschluss und Start der effizienten Wärmeversorgung. (Foto: Torsten Stapel)
v.l.: Torsten Weiß (Projektmanager, e.distherm Wärmedienstleistungen GmbH), Peter Neumann (Geschäftsführer Günter Neumann & Sohn GmbH, Heizungsbau), Marcel Hinz (Geschäftsführer ErwärmBAR GmbH), Steven Lindner (Projektleiter BEG mbH), Brenda Schulz (Kommunalbetreuerin, e.dis Netz GmbH), Andreas Rosenfeld (Projektmanager BEBG mbH), Uwe Heinrich (Projektmanager, InnoZent GmbH), Thomas Simon (Geschäftsführer BEG mbH)

ErwärmBAR | 12.10.2020

Neue Wege, Sitzgelegenheiten und 6.000 Pflanzen laden zum Flanieren ein

Nach knapp elfmonatiger Bauzeit konnte am 3. Oktober 2020 der sanierte Biesenthaler Stadtpark feierlich eingeweiht werden. Bei schönstem Herbstwetter versammelten sich ca. 100 Interessierte und geladene Gäste am Denkmal des neu gestalteten Parks, um der musikalischen Umrahmung durch eine Big-Band und den Worten des ehrenamtlichen Biesenthaler Bürgermeisters, Carsten Bruch, und dem stellvertreten Landrat des Landkreises Barnim, Holger Lampe, zu folgen. Anschließend wurde der Park von den Besuchern in Augenschein genommen. Die Anwesenden fanden lobende Worte für die Neugestaltung.

Bei der Instandsetzung des 14.202 m² umfassenden Parks orientierte man sich an historischem Vorbild der Gestaltung der 20-er Jahre. Aufgabe der KIS war es, das gesamte Wegesystem neu zu ordnen. Eine südliche Ergänzung des Rundwegs wurde vorgenommen, so dass nun ein kompletter Rundweg den Charakter des Bürgerparks unterstreicht. Die bestehenden Treppenanlagen wurden gereinigt, restauriert und instandgesetzt sowie beidseitig mit Handläufen versehen. 8 Parkbänke, davon 2 Rundbänke nach historischem Vorbild, wurden installiert. Der komplette Pflanzen- und Gehölzbestand wurde eingehend untersucht und bewertet. Es wurden zahlreiche Baum- als auch Hecken- und Gehölzbepflanzungen vorgenommen, rund 1000 m2 Beete angelegt, welche mit Rosen, Stauden und Gräser bepflanzt worden sind.

Der Stadtpark, der erstmalig 1837 historisch erwähnt wird und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Stadtforst geprägt war, hatte bereits in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts eine erste wesentliche Umgestaltung erfahren. Der Ehrenhain (früher Heldenhain genannt) wurde 1922 eröffnet und stellte ein Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs dar. Ein Kreis aus Gedenksteinen erinnert an die gefallenen Bürger Biesenthals. 1949 wurde das Denkmal von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes als Denkmal präsentiert.  Bis zur Nachwendezeit verlor der Stadtpark an Attraktivität, die Wege waren eher als Trampelpfade gekennzeichnet. 

Zur Umsetzung des gesamten Projektes wurden finanzielle Mittel in Höhe von 514.124,45 Euro aufgewendet. Unterstützt wurde diese Maßnahme durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft mit einer 75%-igen Förderung. 

Trotz coronabedingter Lieferschwierigkeiten der Treppenelemente konnte die Abnahme des Parks pünktlich am 28.09.2020 erfolgen.

KIS | Amt Biesenthal-Barnim | 08.10.2020

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