65 Mitarbeiter*innen erhalten Corona-Schutzimpfung

Seit dem 7. Juni ist die Priorisierung für eine Corona-Impfung bundesweit aufgehoben und die Betriebsärztinnen und -ärzte sind in die Impfkampagne eingestiegen. Davon profitieren auch die Mitarbeiter*innen der Kreiswerke Barnim, die seit Freitag 11. Juni ein Impfangebot wahrnehmen können. Insgesamt 65 Mitarbeiter*innen entschieden sich für eine Erstimpfung über diesen Weg.

Für die Betriebsärztin Natalja Schmidt-Gresch aus Bernau ist das ein erfolgreicher Einstand des erst kürzlich geschlossenen Vertrags über die künftige arbeitsmedizinische Betreuung des Unternehmens.

Kreiswerke Barnim übernehmen den Bau einer neuen Busgarage

„An die Spaten, fertig, los!“ hieß es am Dienstag, 20. April 2021 in der Johann-Friedrich-A.-Borsig-Straße in Bernau zum offiziellen Baustart einer neuen Busgarage für die Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG).

Bis Sommer 2021 entsteht auf dem Gelände im Gewerbegebiet Bernau-Rehberge eine Halle, die mit einer Grundfläche von 2.016 m² Platz für 32 Standardlinienbusse bieten wird. Auf den Außenflächen entstehen zudem 32 PKW-Stellplätze für die Busfahrer*innen der BBG sowie ein Sozialgebäude. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Kreiswerke Barnim GmbH (KWB), die als jüngste Kreistochter die Bauherrenvertretung verschiedener kreiseigener Bauvorhaben übernimmt.

„Der Landkreis Barnim ist eine beliebte, lebenswerte Region, das zeigt die seit Jahren positive Bevölkerungsentwicklung. Und diese Entwicklung erfordert Investitionen in die Infrastruktur, nicht nur im Bereich Wohnen sondern auch im Bereich Verkehr und ÖPNV“, verdeutlicht Barnims Landrat Daniel Kurth den Handlungsdruck.

„Die positive Entwicklung im Barnim und besonders im Raum Bernau führte in den letzten Jahren zu einem Bevölkerungswachstum. Dieses Wachstum erfordert eine sukzessive Anpassung des Verkehrsangebotes und eine Erweiterung der Betriebszeiten, um als kommunaler ÖPNV-Dienstleister ein attraktives Angebot zu schaffen“, ergänzt Frank Wruck, Geschäftsführer der BBG und Bauherr der Halle, die aktuellen Entwicklungen.

Der Hallenneubau ist die notwendige Erweiterung zum 2000 eröffneten BBG-Betriebshof in der Karl-Friedrich-Benz-Straße, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet und den gestiegenen Platzanforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Mitarbeiter*innenzahl am Standort Bernau hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt, auch die Anzahl der Busse ist von 35 auf 50 gestiegen. „Wir platzen aus allen Nähten“, verdeutlicht Hans-Joachim Schneider, Leiter des Betriebshofes, die prekäre Platzsituation.

Bernaus Bürgermeister André Stahl freut sich über die gelungene Erweiterung: „In Bernau ist nicht nur der Straßenraum knapp geworden sondern auch die verfügbaren Bauflächen in den Gewerbegebieten. Umso erfreulicher ist es, dass wir der BBG hier in der Borsig-Straße eine optimale Lösung anbieten konnten.“ Und er ergänzt: „Jeder Fahrgast in den Bussen des ÖPNV entlastet die Verkehrssituation in der Stadt und daran können wir nur gemeinsam arbeiten.“

Mit einer Investitionssumme von zwei Millionen Euro ist der Hallenneubau für die Kreiswerke Barnim GmbH das zweite größere Bauprojekt, das in diesem Jahr in die Umsetzung geht. Im Februar dieses Jahres konnte bereits mit dem Bau des neuen Barnimer Kreisarchivs in Eberswalde begonnen werden.

Die KWB ist seit Januar 2021 auch als Dienstleister für die Realisierung verschiedener Bauvorhaben der BBG zuständig. Weitere Vorhaben wie beispielsweise die Erneuerung der Stempelhebeanlage für Busse in der Eberswalder Poratzstraße, der Neubau einer gemeinsamen Werkstatt für Busse der BBG und Müllfahrzeuge der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH in Albertshof oder die Erweiterung des Zentrums für Brand- und Katastrophenschutz in Eberswalde sind in Planung.

Auf dem Bild zu sehen: v.l. Hans-Joachim Schneider (Leiter des Betriebshofes Bernau, BBG), Christine Schink (Projektleiterin, KWB), Frank Hampel (Planungsbüro Hampel), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim), Frank Wruck (Geschäftsführer, BBG), André Stahl (Bürgermeister Stadt Bernau) begehen den offiziellen Baustart einer neuen Busgarage.

(Foto: Torsten Stapel)

Hoher Besuch auf Deutschlands erster Pilotanlage zur Herstellung von Humusdünger aus Inhalten von Trockentoiletten.

Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg, besuchte am 01.März 2021 das Eberswalder Start-Up Finizio Future Sanitation, das gemeinsam mit den Kreiswerken Barnim eine zukunftsweisende Schließung des menschlichen Nährstoffkreislaufs erforscht. Der Geschäftsführer von Finizio, Florian Augustin, erklärt:

„Nährstoffe, die dem Acker in Form von Feldfrüchten entzogen werden, gelangen nach menschlicher Verdauung über die Wasserspültoilette ins Klärwerk.

Auf Grund der hohen Verdünnung und Schadstoffbelastung durch Haushalts-, Gewerbe- und Straßenabwässer, ist am Ende des Rohres eine ganzheitliche Nährstoffrückgewinnung und effiziente Eliminierung von unerwünschten Begleitstoffen kaum möglich.“

Abhilfe können dabei sogenannte Trockentoiletten schaffen, die die menschlichen Ausscheidungen unverdünnt und getrennt erfassen. Auf der Finizio Pilotanlage in Eberswalde werden diese Inhalte aus Trockentoiletten einem gezielten und mehrstufigen Aufbereitungsverfahren unterzogen, bei dem ein hygienisch unbedenklicher und hochwertiger Humusdünger entsteht. Damit könnten synthetische Düngemittel ersetz werden, deren Herstellung ca. 1,2% des globalen Energieverbrauchs und erhebliche Treibhausgasemissionen verursacht.

Wer in Zukunft nachhaltig produzieren will, darf nicht länger in linearen Abläufen denken, sondern in Kreisläufen. Also darüber, wie Reststoffe wiederaufbereitet und verwertet werden können – so wird es u.a. im Rahmen des EU Green Deal gefordert.

Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg: „Das ist ein sehr interessanter Ansatz, um insbesondere den Phosphatkreislauf zu schließen. Unser Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Brandenburg hat deshalb für die Ausbringung des auf diese Art gewonnenen Düngers eine zeitlich und räumlich befristete Ausnahmegenehmigung erteilt. Allerdings gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch erhebliche rechtliche Hürden zu überwinden und rechtliche Fragen auf EU-und Bundesebene zu lösen, bevor ein solches System auch außerhalb wissenschaftlicher Forschungsvorhaben angewendet werden darf.“

Finizios Humusdünger aus Inhalten aus Trockentoiletten, kurz H.I.T., fehlt es bislang an einer düngerechtlichen Zulassung. Es muss wissenschaftlich validiert werden, dass eine Rückführung von Recyclingdüngern aus Trockentoiletten in den landwirtschaftlichen Kreislauf schadlos für Mensch und Umwelt gewährleistet ist. Die in Eberswalde erarbeitete Datengrundlage ist dahingehend bereits vielversprechend.

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Interesse der Landesregierung und Minister Vogel für unser Projekt geweckt haben. Unser Ziel ist es, die Pilotanlage weiter auszubauen und den Landkreis Barnim zu einer Modellregion für eine zirkuläre und klimaangepasste Landwirtschaft zu entwickeln“, so Finizio Geschäftsführer Florian Augustin.

Finizio | 01.03.2021

Weitere Informationen zur geplanten Pilotanlage: www.finizio.de

Foto Kreiswerke Barnim

Spatenstich für das neue „Gedächtnis“ des Landkreises

Am 23. Februar fand der offizielle Baustart des neuen Kreisarchivs des Landkreises Barnim statt. Unter Anwesenheit aller aktuell am Bau beteiligten Firmen und einiger Gäste wurde das erste große Bauprojekt der Kreiswerke Barnim durch den symbolischen Spatenstich bei frühlingshaftem Wetter begonnen. „Wir bauen für den Barnim, das Wetter lässt es nun wieder zu“, kommentiert Landrat Daniel Kurth mit einem Augenzwinkern die Umstände, die den Bauablauf durch die Winterwitterung der letzten Wochen verzögerte. „Wir freuen uns schon jetzt auf mehr Platz, besseres Klima für unsere historischen Dokumente und die zentralere Lage“, so Brigitta Heine, Leiterin des Barnimer Kreisarchivs über die Vorteile des zukünftigen Gebäudes. Ein wenig Geduld ist noch gefragt, die Fertigstellung des neuen Archivs ist für Juni 2022 geplant, der Umzug aller Dokumente in das neue Gebäude soll bis Ende 2022 erfolgen.

Nachhaltige und effiziente Immobilieninfrastruktur für den Barnim unter Beteiligung regionaler Firmen
Für die Kreiswerke Barnim GmbH ist es das erste Bauprojekt, das sie als Bauherr im Namen des Landkreises umsetzt. Der Kreistag hat im Dezember 2020 mit einem klaren Votum für die Erweiterung des Aufgabenspektrums der Kreiswerke gestimmt und damit die Entwicklung einer nachhaltigen Immobilieninfrastruktur für den Landkreis an die jüngste Kreistochter übertragen. „Wir werden hier am Standort unserer Aufgabe im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Landkreises auch im Bereich Bauen nachkommen und das Kreisarchiv unter Berücksichtigung hoher energetischer und funktionaler Ansprüche errichten“, beschreibt Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke die Philosophie des Baus, für welchen eine Investitionssumme von ca. 6 Millionen Euro geplant ist. Eine Investition in die Region, von der auch die ansässigen Firmen profitieren. Von den ersten sechs vergebenen Baulosen gingen fünf an regionale Handwerksbetriebe.

Vom Porsche-Autohaus zum liegenden Buch
Nach 20 Jahren Leerstand bekommt das verwaiste ehemalige Porsche-Autohaus in der Neuen Straße 3 im Eberswalder Stadtteil Nordend nun neues Leben eingehaucht. „Durch die Nutzung der bestehenden Bausubstanz, vermeiden wir zusätzliche Flächenversiegelungen, die ein Neubau an anderer Stelle verursacht hätte“, erläutert Jens Klare, M.A. Projektleitung, des Ahrensfelder Architekturbüros Formazin & Partner, einen Teil des Konzeptes. Nach einer umfangreichen Entkernung, bei der das Gebäude auch von den asbesthaltigen Altlasten befreit wird, beginnen die Um- und Anbaumaßnahmen. Der alte Gebäudeteil wird energieeffizient saniert und durch den Anbau zweier neuer Gebäudekomplexe ergänzt. Die Archivfläche erweitert sich von derzeit 1.600 m², die im alten Kreisarchiv in der Carl-von-Linde-Straße im TGE zur Verfügung steht, auf insgesamt 2.360 m². Optisch soll das neue Kreisarchiv als „Gedächtnis des Landkreises“ an ein liegendes Buch erinnern.

Intelligent und recyclebar
Das Gebäude soll höchsten Ansprüchen an Effizienz und Nachhaltigkeit gerecht werden. So arbeiten die Fachplaner*innen in enger Abstimmung für ein intelligentes Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungskonzept. Eine energieeffiziente kompakte Bauweise wird durch die Optimierung der Außenfläche und die Aufteilung der Innenräume in Temperaturzonen erreicht. Ziel ist es, das Gebäude mit den energetischen Ansprüchen eines KfW-Effizienzhaus-Standards 55**, aber auch funktional und erweiterbar zu konzipieren. Das neue Archiv bezieht auch eine Regenwassernutzung und Wasserrückhaltung ein und bietet mit einem Gründach Lebensraum für Kleinlebewesen. Auch eine Photovoltaikanlage für das Dach ist geplant. Alle Baustoffe und Materialien sind recycelbar.

Transparenz und Bürgernähe
„Das Kreisarchiv soll für alle Barnimer*innen ein Ort der Begegnung sein, wo sie sich mit heimatkundlichen Dokumenten, aber auch mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auseinandersetzen können“, ergänzt Landrat Kurth. Der gewählt Standort ist dafür ideal: In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Bushaltestelle, die zukünftig Schulklassen oder interessierte Bürger*innen eine unkomplizierte Anbindung zum das „Barnimer Gedächtnis“ ermöglicht. Zugänglich und transparent soll nicht nur das Kreisarchiv selbst, sondern auch der gesamte Bauprozess gestaltet werden. Außerhalb der Baustelle haben die Kreiswerke eine Infobox installiert, in der sich interessierte Bürger*innen an festen Tagen über das Bauvorhaben informieren können. Zusätzlich wird eine Baufortschrittskamera das Werden des Kreisarchivs online dokumentieren. ** Im Vergleich zum Referenz¬gebäude mit den geforderten Werten der verbindlichen Energieeinsparverordnung benötigt das Effizienz¬haus 55 nur 55 % der Primär¬energie und der bauliche Wärme¬schutz ist um 30 % besser.

Bild: Wir bauen für den Barnim. Unter diesem Motto griffen die Beteiligten zur Schippe und starteten offiziell den Bau des neuen Barnimer Kreisarchivs. v.l. Julian Thielemann (IB Ziesche), Andreas Döhring (IB Hübner), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim), Andreas Rosenfeld (Projektleiter Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH), Christian Mehnert (Geschäftsführer Kreiswerke Barnim GmbH), Brigitta Heine (Leiterin Kreisarchiv Barnim), Jens Klare (Projektleitung Formazin & Partner GbR)

Foto: Torsten Stapel

BDG ENTSORGT ÜBER 80 TONNEN NADELGEHÖLZ

Alljährlich erfolgt mit dem Start des neuen Jahres die Sammlung des ausgedienten, genadelten Weihnachtsbaumschmuckes in den Barnimer Ämtern und Gemeinden. An den zwanzig Sammeltagen im Januar hat die BDG insgesamt ca. 83 Tonnen Weihnachtsbäume abgefahren und zur thermischen Verwertung in das Eberswalder Holzheizkraftwerk gebracht. „Das sind 20 Tonnen mehr als im letzten Jahr“, stellt der Verkehrsleiter der BDG, Tino Pompetzki fest. „Offensichtlich haben sich mehr Barnimer*innen einen Weihnachtsbaum gegönnt beziehungsweise sind die Bäume auch etwas größer ausgefallen“, so die Beobachtungen.

Und in der natürlichen Weihnachtsdekoration steckt richtig Energie: Die gesammelten Bäume haben zusammen einen Heizwert von ca. 332.000 kWh, aus denen im Heizkraftwerk in Eberswalde ca. 111.000 kWh Strom gewonnen werden. Diese Strommenge würde ausreichen, um etwa 26 Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Auch im nächsten Januar wird die BDG wieder alle Weihnachtsbäume einsammeln, die auf den öffentlichen Glascontainerstellplätzen in den Barnimer Städten, Ämtern und Gemeinden bereit gelegt werden.

Nach oben