Das Holzkraftwerk (HoKaWe) in Eberswalde (Foto: Kreiswerke Barnim)
Das Holzkraftwerk (HoKaWe) in Eberswalde (Foto: Kreiswerke Barnim)

Das Holzkraftwerk (HoKaWe) in Eberswalde wechselt nach 2-jährigen Vertragsverhandlungen den Eigentümer und wird Teil der Unternehmensgruppe der Kreiswerke Barnim

Das Holzkraftwerk sowie das Pelletierwerk, angesiedelt auf dem Hafengelände der Technischen Werke Eberswalde, ging am gestrigen Tag in die Hand der Kreiswerke über. Mit der Übernahme des Kraftwerkes garantieren die Kreiswerke ebenfalls den Erhalt der Arbeitsplätze und integrieren die 47 Angestellten in den Unternehmensverbund. Mit dem Erwerb fügt sich ein weiterer Baustein in die Vision der Kreiswerke ein, den Landkreis Barnim perspektivisch zu 100% unabhängig von fossiler Energie zu machen und autark zu versorgen. Verbrannt werden im HoKaWe zukünftig Waldrest- sowie Schwachholz. Die Erzeugung von Strom aus Biomasse mithilfe eines Biomassekraftwerks (HoKaWe) gilt nach europäischer Richtlinie für Erneuerbare Energien (RED III) als erneuerbare Energie. Die Verbrennung von Holz gibt dabei nur so viel CO₂ frei wie zuvor vom Baum gebunden wurde.

„Die Kreiswerke sind ein fest etabliertes und bedeutendes Unternehmen für den Landkreis Barnim. Mit dem Erwerb des HoKaWe durch die Kreiswerke entstehen neben weiteren Synergiepotenzialen für die Verwertung von Restholz aus dem Landkreis auch Vorteile für die Eberswalder*innen. Die perspektivische Nutzung der Abwärme, welche bei der Verbrennung von Holz entsteht, für Eberswalder Haushalte kann von den Haushalten zum Heizen genutzt werden. Bisher war dieses Potenzial ungenutzt“, so Landrat Daniel Kurth.

„Wir haben bereits Erfahrungen im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung und freuen uns, unsere Aktivitäten hier auszuweiten. Neben dem erfolgreichen Erwerb, freuen wir uns außerdem über die Übernahme von qualifizierten Arbeitskräften, die Ihrer bisherigen Tätigkeit weiter nachgehen können“, erklärt Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim GmbH.

Kurzinfo rund um das Kraftwerk:

  • Baujahr 2006, Pelletwerk 2009
  • Feuerungswärmeleistung 68 MW, Elektrische Leistung 20 MW
  • kann bis zu 40.000 Haushalte mit Strom versorgen
  • produziert darüber hinaus auch Wärme
  • Pelletwerk produziert ca. 35.000 t p.a. Holzpellets

Das Kraftwerk ist grundlastfähig. Das bedeutet, dass diese Kraftwerke einerseits gut regelbar sind und andererseits bieten sie technisch die nötige Flexibilität für einen Ausgleich der Schwankungen von Wind- und Solarenergie.