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- Alternativtext: Christian Mehnert (li.), Geschäftsführer Kreiswerke Barnim und Aloys Oechtering, Geschäftsführer RETERRA Service GmbH besiegeln die Zusammenarbeit in der zukünftigen Verwertung der Barnimer Bioabfälle.
- Bildunterschrift: Christian Mehnert (li.), Geschäftsführer Kreiswerke Barnim und Aloys Oechtering, Geschäftsführer RETERRA Service GmbH besiegeln die Zusammenarbeit in der zukünftigen Verwertung der Barnimer Bioabfälle.
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Offizielle Vertragsunterzeichnung zur Verwertung in Brandenburgs erster Bioabfallvergärungsanlage
Seit 2019 sammelt die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Kreiswerke Barnim, im Auftrag des Landkreises Barnim flächendeckend die Bioabfälle der 185.000 Bürger*innen. Ca. 21.000 Tonnen Biomüll werden bisher jährlich der Kompostierung zugeführt und gelangen als hochwertiger Barnimer Gartenkompost in den Nährstoffkreislauf zurück. Doch in Bioabfall steckt noch sehr viel mehr Energie, die es zu nutzen gilt. „Und das werden wir ab 2025 als erster Landkreis in Brandenburg tun“, verkündet Barnims Landrat Daniel Kurth nicht ohne Stolz zum offiziellen Unterzeichnungstermin der Vertragsunterlagen für die Verwertung der Bioabfälle in einer Bioverwertungsanlage am 23. August 2022 am Verwaltungssitz der Kreiswerke Barnim in Eberswalde.
Nach einem intensiven Ausschreibungsverfahren, das bereits im Oktober 2021 mit der Vergabebekanntmachung begann, konnte die Verwertung der Barnimer Bioabfälle in einer neu zu errichtenden Bioverwertungsanlage an diesem Dienstag offiziell an die RETERRA Service GmbH, mit Hauptsitz in Erftstadt, vergeben werden. „Die Errichtung der Anlage zur hochwertigen Verwertung des Bioabfalls, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, ist ein letzter wichtiger Meilenstein im Rahmen der bereits 2015 im Landkreis Barnim beschlossenen Bioabfallstrategie“, freut sich Rainer Dickmann, Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Umweltschutz und Abfallwirtschaft Landkreis Barnim, der die Umsetzung der Strategie von Beginn an begleitet.
Errichtet wird die Anlage am Standort des ebenfalls durch die RETERRA Service GmbH betriebenen Kompostwerks im Ahrensfelder Ortsteil Trappenfelde, im Landkreis Barnim. Die Anlage wird voraussichtlich ab April 2025 das organische Material aus dem Landkreis Barnim jährlich dem Vergärungs- und anschließendem Kompostierungsprozess zuführen.
„Wir haben bereits gute Erfahrungen im Betrieb der Bioabfallvergärung machen können. Innerhalb unserer Unternehmensgruppe haben wir mehrere Biogasanlagen ähnlicher Größenordnung realisiert. Wir freuen uns mit dieser Erfahrung auch hier im Landkreis Barnim langfristig arbeiten zu dürfen“, berichtet Aloys Oechtering, Geschäftsführer RETERRA Service GmbH.Die Vergärung und anschließende Kompostierung von separat erfassten Bioabfällen leisten einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen. Die Vergärung der Küchen- und Speisenabfälle und die Nutzung des daraus gewonnenen Gases ist eine weitere Möglichkeit der regenerativen Energieerzeugung.
„Die umfassende und störstofffreie Sammlung von Bioabfall ist unabdingbar für eine zukunftsweisende Entwicklung der Kreislaufwirtschaft. Dabei wird die Bedeutung von sortenreinem Bioabfall in Zukunft weiter zunehmen und letztendlich auch einen Beitrag zur Umsetzung des Klima- und Ressourcenschutzes leisten. Der Landkreis Barnim ist in Brandenburg Vorreiter“, betont Hans-Joachim Peters, Referatsleiter Abfallwirtschaft, Rechtsangelegenheiten, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MLUK).
Bereits heute werden am RETERRA Standort in Ahrensfelde Bioabfälle aus dem Landkreis Barnim kompostiert. In der neuen Bioabfallvergärungsanlage ist eine installierte Leistung von 2,1 MW geplant, in der dann jährlich rund 7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Der durchschnittliche Verbrauch eines 3-Personenhaushaltes liegt aktuell bei 2.900 kWh pro Jahr. Die in der Anlage erzeugte Strommenge könnte somit ca. 2.400 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.
In der Anlage entsteht eine hochmoderne Bioabfallbehandlungsanlage, wo in komplett geschlossenen Hallen weitere Bioabfälle und die überbleibenden Gärprodukte aus dem Biogasprozess zu Kompost und Erden verarbeitet werden.
Insgesamt wird mit einem Investitionsaufwand von ca. 45 Mio. Euro gerechnet. Die gesamte Kapazität der Anlage liegt bei 75.000 Jahrestonnen.
Hintergrundinformationen
Bioabfallstrategie Landkreis Barnim
Seit 2015 ist die getrennte Sammlung von Bioabfällen im Rahmen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes des Bundes verpflichtend. Der Landkreis Barnim hat dazu entsprechend noch im gleichen Jahr die Umsetzung der Bioabfallstrategie beschlossen. Bestandteil der Strategie sind im Wesentlichen die Errichtung von acht Wertstoffhöfen, zusätzlich zu den schon vorhandenen Recyclinghöfen Bernau und Eberswalde, die Aufstellung der haushaltsnahen braunen Biotonnen sowie die hochwertige Verwertung des Bioabfalls.
Meilensteine der Bioabfallstrategie
Die flächendeckende Einführung der Biotonne im Landkreis Barnim konnte 2019 abgeschlossen werden. Die Aufstellung der haushaltsnahen 120 l Biotonnen wurde 2016 in Form eines Pilotprojektes in Wandlitz gestartet. Auf Grund der positiven Resonanz erfolgte 2017 die Erweiterung auf Panketal und Ahrensfelde sowie 2018 auf Eberswalde, waldrandnahe Bereiche und die Gemeinde Schorfheide. Seit Mai 2019 gibt es im gesamten Landkreis Barnim die Möglichkeit, freiwillig eine Biotonne zu nutzen. Bei aktuell aufgestellten 52.482 120 l Biotonnen hat der Landkreis derzeit einen Anschlussgrad von 82 % erreicht. 20.000 t Bioabfälle aus Garten und Haushalt werden jährlich über die Tonnen gesammelt.
Die BDG betreibt aktuell insgesamt zwei Recycling- und fünf Wertstoffhöfe. Für die Wertstoffhöfe in Schwanebeck und Oderberg sind die Bauanträge zur Genehmigung eingereicht. In Vorbereitung befindet sich die Planung zur Errichtung des Wertstoffhofes Schorfheide.
Vergabe zur Errichtung einer Anlage zur hochwertigen Verwertung des Bioabfalls: Im Oktober 2021 erfolgte die Versendung der Bekanntmachung der beabsichtigten Vergabe der hochwertigen Verwertung von Bioabfall aus den Landkreisen Barnim und Märkisch-Oderland an den Vergabemarktplatz Brandenburg. Nach Prüfung der Teilnahmeanträge und Angebote für die ausgeschriebene Leistung der Verwertung von Bioabfall aus dem Landkreis Barnim ab dem 01. April 2025 kann jetzt der Vertrag mit der Firma RETERRA Service GmbH unterzeichnet werden.
Zum Auftragnehmer
Die RETERRA ist ein Tochterunternehmen der REMONDIS-Gruppe. Mit über 30 Jahren Erfahrung ist RETERRA Spezialist für biologische Rohstoffe. Von der Übernahme über die Verwertung bis zur Aufbereitung werden sämtliche Bereiche der Prozesskette abgedeckt. An diversen Standorten deutschlandweit sind 450 Mitarbeitende im Einsatz. Insgesamt bewegt RETERRA jährlich etwa 2,5 Millionen Tonnen biologische Roh- bzw. organische Reststoffe.
Galerie

Rainer Dickmann, Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Landkreises Barnim gibt einen Rückblick zur 2015 beschlossenen Bioabfallstrategie.
Norbert Rethmann, Erhrenaufsichtsratsvorsitzender REMONDIS SE spricht über die wachsende Bedeutung der Abfall- und Kreislaufwirtschaft vor dem Hintergrund des geforderten Ressourcenschutzes.
Abschluss der feierlichen Vertragsunterzeichnung. v.l. Rainer Dickemann (Landkreis Barnim), Norbert Rethmann (REMONDIS SE), Holger Lampe (1. Beigeordneter Landkreis Barnim), Wolfram Krech (RETERRA Service GmbH), Christian Mehnert (Geschäftsführer Kreiswerke Barnim), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim), Aloys Oechtering (Geschäftsführer RETERRA Service GmbH), Hans-Joachim Peters (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Land Brandenburg), Dr. Sven Heincke (Geschäftsführer REMONDIS GmbH, Region Ost), Dietrich Dehnen (Geschäftsführer GAVIA GmbH), Jörg Vach (Kreiswerke Barnim)
Die Bioabfallvergärungsanlage entsteht auf dem Gelände des RETERRA-Kompostierwerkes im Ahrensfelder Ortsteil Trappenfelde (Landkreis Barnim).
Blick auf die Pläne zur Bioabfallvergärungsanlage mit angeschlossener Kompostierungsanlage.Fotos: Torsten Stapel
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- Alternativtext: Die Kinder der Kita "Kinderglück am Heidereiter" Joachimsthal staunen über das Abfallsammelfahrzeug der BDG © Kreiswerke Barnim
- Bildunterschrift: Die Kinder der Kita "Kinderglück am Heidereiter" Joachimsthal staunen über das Abfallsammelfahrzeug der BDG © Kreiswerke Barnim
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ERNEUER:BÄR und Abfallsammelfahrzeug bringen Kinderaugen zum Leuchten
Zusammen mit dem ERNEUER:BÄR, dem Maskottchen der Barnimer Null-Emissions-Strategie, waren vier Kolleg*innen der KWB am 24. Juni zu Besuch in der Kita „Kinderglück am Heidereiter“ Joachimsthal und machten das Thema Mülltrennung mit Spielen und einem großen Abfallsammelfahrzeug für die ca. 70 Kinder der Kita erlebbar. Die Joachimsthaler Kita ist selbst aktiv im Bereich Müllvermeidung und -trennung und hatte bereits einige Wochen zuvor einen Projektmonat zum Thema Abfall und Umwelt gestartet, um die Kinder der Einrichtung bewusst dafür zu sensibilisieren und einen spielerischen Zugang zu der alltagsrelevanten Problematik zu schaffen. So konnten in diesem Jahr für alle Kitaräume der Joachimsthaler Einrichtung Mülltrennbehälter angeschafft werden, um die anfallenden Abfallarten (Papier, Biomüll, Restmüll, Verpackung) richtig zu trennen. Dies ist in der Praxis bislang leider für viele öffentliche Einrichtungen und Institutionen nicht oder nur begrenzt realisierbar.
Voller Begeisterung ließen sich die "Heidereiter"-Kitakinder von den BDG-Kollegen an das Abfallsammelfahrzeug heranführen, durften darin Probe sitzen und den Tonnenleerungsprozess bestaunen. Der ERNEUER:BÄR sorgte darüber hinaus für großes Entzücken und es wurde vielfach neugierig die Frage gestellt, ob er denn auch dafür zuständig sei, den vielen Müll im Wald einzusammeln? Die Neugierde der Kinder und das Bedürfnis, die Natur und Umwelt vor der Verschmutzung zu retten, war erfrischend und zeigte einmal mehr auf, wie wichtig und hilfreich es ist, bereits im frühen Alter einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen des Planeten zu erlernen.
Die ERNEUER:BAR-Kampagne, die ab 2009 im Landkreis startete und darauf abzielte, die Barnimer Null-Emissions-Strategie öffentlichkeitswirksam vorzustellen und möglichst viele Institutionen und Bürger*innen im Landkreis beim Thema Regionale Kreislaufwirtschaft und Energiewende mitzunehmen, bildet eine der zentralen Grundlagen für die Gründung der Kreiswerke Barnim (siehe Wir > Entwicklung) und ging mit einem vielfältigen Umweltbildungsprogramm für Barnimer Kinder einher, welches auch den ERNEUER:BÄR als Maskottchen für das Anliegen im Barnim hervorbrachte. Das Umweltprogramm wird bis heute, wenn auch aufgrund fehlender Kapazitäten mittlerweile nur noch im stark begrenzten Rahmen, von den Kreiswerken durchgeführt. Die Veranstaltung am 24. Juni zeigte jedoch, dass der Bedarf für derartige Angebote in großem Umfang vorhanden ist.
30. Juni 2022
- Alternativtext: Ein Recyclingkaufhaus für den Barnim © Torsten Stapel
- Bildunterschrift: Ein Recyclingkaufhaus für den Barnim © Torsten Stapel
- Beitragstext:
Erstsemesterstudierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) unterstützen Kreiswerke Barnim mit Projektarbeit
Am Freitag, den 3. Juni 2022, fand eine besondere Zusammenarbeit zwischen der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG) der Kreiswerke Barnim und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) ihren vorläufigen Abschluss. Nach sechsmonatiger Bearbeitungszeit übergab eine sechsköpfige Gruppe aus Erstsemesterstudierenden der HNEE den Betriebsleitern der BDG ein Konzept für ein Recyclingkaufhaus, das perspektivisch auf dem Gelände der Kreiswerke Barnim erbaut werden könnte.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Einführung in die nachhaltige Entwicklung“ zum Wintersemester 2021/22, in welcher Erstsemesterstudierende der HNEE erstmalig in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region kleine Projektarbeiten mit Praxisbezug übernehmen durften, hatte sich auch die BDG als regionales Partnerunternehmen im Bereich Nachhaltigkeit beteiligt. Für das Projektthema „Recyclingkaufhaus“ hatten BDG-Betriebsleiter Tino Pompetzki und Bereichsleiter der Barnimer Recycling- und Wertstoffhöfe Sven Ulonska sich als Mentoren für die Studierenden zur Verfügung gestellt und die studentische Projektgruppe bei allen Fragen zum Recyclingkaufhaus und den dafür notwendigen Recherchen unterstützt.
Die entstandene Konzeptarbeit ist für die Kreiswerke Barnim eine wertvolle Zusammenarbeit: „Wir sind dankbar für die fleißige und umfassende Recherchearbeit der Studierenden, die wir im Rahmen unseres Betriebsalltags nicht hätten leisten können“, zeigt sich Tino Pompetzki zufrieden. „Der Blick junger Menschen von außen auf den Barnim und auf das Thema Abfallvermeidung, das ja gerade für die kommenden Generationen eine immer größere Rolle spielt, ist für unser Tun als Abfallentsorgungsunternehmen hier im Barnim definitiv eine Bereicherung“, schließt sich Sven Ulonska an.
Auch Veranstaltungskoordinatorin Dr. Josefa Scalisi weiß die Kooperation zu schätzen: „Das breite Themenspektrum im Rahmen unserer Lehre und Forschung an der HNEE erfährt in der Verbindung mit dem Arbeitsalltag regionaler Akteur*innen, Institutionen und Unternehmen einen beidseitigen Lernprozess, der im Rahmen unserer angebotenen Projektarbeit gerade für unsere Studienanfänger*innen eine tolle Selbstwirksamkeit mit sich bringt. Indem wir gemeinsam mit regionalen Partner*innen wie den Kreiswerken zeigen, dass sich Theorie und Praxis fruchtbar miteinander verbinden lassen, können wir die kommenden Generationen für eine direkte und konstruktive Zusammenarbeit in dem Bereich sensibilisieren und stärken gleichzeitig gemeinsam die Region.“
Die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH ist als Tochterunternehmen der Kreiswerke Barnim GmbH (KWB) für die Abfallentsorgung der 60.000 Haushalte im Landkreis Barnim zuständig und zählt neben der Aufklärungsarbeit zur richtigen Trennung von Abfällen zwecks Recycling auch die Förderung der Abfallvermeidung zu ihren Aufgaben. Das Team der BDG sammelt im Jahr über 3.000 Tonnen Sperrmüll aus den Haushalten ein, ein weiterer Anteil Sperrmüll wird jährlich durch die Bürger*innen über die derzeit sieben Barnimer Höfe abgegeben. Die abgegebenen Gegenstände sind zum Teil noch voll funktionsfähig oder brauchbar. Durch den möglichen Bau eines Recyclingkaufhauses auf einem der Recycling- und Wertstoffhöfe der BDG im Barnim könnte ermöglicht werden, dass als Abfall entsorgte, aber noch verwertbare Gegenstände einen längeren Lebenszyklus erhalten und so Ressourcen und der Geldbeutel geschont werden können.7. Juni 2022
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- Alternativtext: Die neuen Abfallgebührenmarken für das Jahr 2022 werden im März versandt. (Foto: KWB)
- Bildunterschrift: Die neuen Abfallgebührenmarken für das Jahr 2022 werden im März versandt. (Foto: KWB)
- Beitragstext:
VERSAND IM MÄRZ
Am 18. März werden die aktuellen Abfallgebührenbescheide zusammen mit den neuen Abfallgebührenmarken für das Jahr 2022 verschickt. Neu in diesem Jahr: Neben den bisher üblichen Marken für die Restabfall- und die Biotonne, erhält nun auch die blaue Papiertonne eine Abfallgebührenmarke. Für die Restabfalltonne ist die Marke orange vorgesehen, die Biotonne erhält eine grüne und die Papiertonne eine karmesinrote Kennzeichnung. Die neuen Marken müssen direkt nach dem Erhalt des Bescheides gut sichtbar auf den Deckel der Tonnen aufgeklebt werden. Eine kurze Reinigung empfiehlt sich hier, sodass die Marke dauerhaft gut klebt.
Sollten mehrere Papiertonnen im Einsatz sein, es wurde jedoch nur eine Marke zugesandt, können fehlende Marken mit einem formlosen Schreiben unter Angabe der Abgabe-ID kostenfrei bei der Kundenbetreuung der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH angefordert werden.
Die Marken von 2021 verlieren am 30. April 2022 ihre Gültigkeit. Bei Behältern, die nicht mit den aktuellen Marken versehen werden, kann die BDG keine Leerungen mehr vornehmen.
Die Abfallgebührenmarken sind wie in jedem Jahr gegen widerrechtliche Vervielfältigung oder Fälschung gesichert. Bei Verlust, Diebstahl oder Unkenntlichkeit durch Witterungsver-hältnisse etc. wenden Sie sich umgehend an die Kundenbe-treuung der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH.
Die Kundenbetreuer*innen der BDG stehen gern für Fragen zur Verfügung:
03334 526 200 |Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
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- Alternativtext: Der Recyclinghof in Eberswalde könnte bald nicht mehr nur Anlaufstelle für die Entsorgung sein, sondern auch ein Ort der Wiederverwendung. (Foto: Torsten Stapel)
- Bildunterschrift: Der Recyclinghof in Eberswalde könnte bald nicht mehr nur Anlaufstelle für die Entsorgung sein, sondern auch ein Ort der Wiederverwendung. (Foto: Torsten Stapel)
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Umfrage zum Bedarf eines Recycling-Kaufhauses in Eberswalde
Sechs Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde führen aktuell Barnim weit eine Umfrage durch, um den Bedarf und die Wünsche an ein Recyclingkaufhaus in Eberswalde zu erfragen und die Ergebnisse in ein Konzept zur Umsetzung einfließen zu lassen. Die anonyme Online-Umfrage umfasst 16 Fragen u.a. zum eigenen Konsumverhalten, deren Beantwortung ca. 5 Minuten in Anspruch nimmt. Nehmen Sie gern teil und lassen Sie uns Ihre Meinung wissen.
Hier geht es zur Online-Umfrage: https://limesurvey.hnee.de/index.php/956731?lang=de
Wir danken für Ihre Teilnahme bis 31.12.2021!
Zum Hintergrund der Befragung
Die sechs Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen bearbeiten dieses interdisziplinäre Projekt im Rahmen ihrer verpflichtenden Erstsemestervorlesung „Mit der Natur für den Menschen – Einführung in die nachhaltige Entwicklung“. Als Praxispartner und Mentor steht ihnen die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH zur Seite, die im Landkreis Barnim u.a. zwei Recycling- und vier Wertstoffhöfe betreibt.Der Förderung von Wiederverwendung als wichtige Maßnahme zur Abfallvermeidung soll zukünftig ein noch höherer Stellenwert im Landkreis Barnim eingeräumt werden. Ziel ist die Etablierung einer zentralen Anlaufstelle für Gebrauchsgegenstände, deren „Leben“ durch eine Zweitnutzung verlängert werden kann.
Die BDG sammelt im Jahr über 3.000 Tonnen Sperrmüll aus den Haushalten ein und ein weiterer Großteil an Sperrmüll wird jährlich durch die Bürger*innen über die Recycling- und Wertstoffhöfe abgeben. Die zum Teil noch voll funktionsfähigen und brauchbaren Gegenstände, die bisher weitestgehend der Entsorgung zugeführt wurden, könnten so ein zweites Leben erhalten.
Im Zuge von Modernisierungsarbeiten auf dem Recyclinghof in Eberswalde, die für 2022/ 2023 geplant sind, ist die Errichtung eines Recycling-Kaufhauses vorgesehen. Die Ergebnisse der Studierenden bilden eine wichtige Grundlage für dessen spätere Ausgestaltung und Organisation.