Alternativtext: Gelbe Tonnen auf dem Hof der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH
Bildunterschrift: Gelbe Tonnen auf dem Hof der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH
Beitragstext:
Die Gelbe Tonne kommt in den Barnim
Neue Behälter ersetzen Gelbe Säcke für die Sammlung von Leichtverpackungen
Das Barnimer Umweltamt informiert über die Neuorganisation der Sammlung von Leichtverpackungen (LVP). Ab dem 1. Januar 2022 werden diese landkreisweit in gelben Tonnen gesammelt. Der Gelbe Sack wird damit nach mehr als 30 Jahren abgelöst.
Durch die Sammlung von Leichtverpackungen mittels Gelber Tonne soll in den Städten und Kommunen des Landkreises ein saubereres Stadtbild geschaffen werden. Die festen Behälter haben den Vorteil, dass Verpackungsabfälle darin leichter und sicherer gesammelt werden können und vor Tierfraß geschützt sind. Darüber hinaus ist die wiederverwendbare Tonne umweltfreundlicher als die nur einmal nutzbaren Plastiksäcke. Unter anderem aus diesen Gründen hat der Kreistag Barnim in seiner Sitzung am 10. März 2021 die Umstellung auf das System „Gelbe Tonne“ beschlossen.
Die Einsammlung und Verwertung von Verpackungen organisieren bundesweit die privatwirtschaftlich aufgestellten „Dualen Systeme“. In deren Auftrag sammelt weiterhin die Firma REMONDIS Brandenburg GmbH mit Sitz in Werneuchen die Leichtverpackungen im Kreisgebiet ein und ist nun auch mit der Einführung der Gelbe Tonne beauftragt.
Ab dem 1. November dieses Jahres wird mit der Aufstellung der Tonnen durch das von REMONDIS beauftragte Unternehmen C-trace im Barnim begonnen. Bis Ende Dezember soll die Verteilung abgeschlossen sein.
Der Tourenplan wird in Form einer Postwurfsendung im Dezember 2021 allen Haushaltungen im Landkreis zugehen.
Die wichtigsten Fragen und Antworten hierzu finden Sie nachfolgend und auf der FAQ-Seite:
Was kostet die Gelbe Tonne?
Die Aufstellung und Nutzung der Gelben Tonne ist kostenlos. Die Finanzierung der Sammlung von Leichtverpackungen erfolgt über den Kauf von Produkten. Beispiel: Mit dem Erwerb eines Joghurts wurde bereits die Entsorgung und Verwertung des Joghurtbechers bezahlt. Es werden keine Abfallgebühren für die Erfassung und Verwertung von Verpackungen verwendet!
Welche Gelben Tonnen werden für Privathaushalte aufgestellt?
Die Haushaltungen werden mit einer 240 Liter fassenden Gelben Tonne ausgestattet. Dies entspricht einem Volumen von vier bis sechs Gelben Säcken. Ausnahmen gibt es in Großwohnanlagen. Hier werden in der Regel 1.100 Liter Behälter verwendet.
Wie bekomme ich die Gelbe Tonne?
Die Gelbe Tonne muss nicht extra beantragt werden. Die Behälteraufstellung für Privathaushalte erfolgt automatisch.
Wann werden die Gelben Tonnen ausgeliefert?
Die Aufstellung der Behälter wird nach und nach ab Anfang November 2021 erfolgen, so dass zum Jahreswechsel alle Haushaltungen versorgt sind.
Wie häufig werden die Gelben Tonnen geleert?
Die Gelben Tonnen werden ab Januar 2022 alle drei Wochen geleert. Tonnen, die schon in diesem Jahr zur Abfuhr bereitstehen, können noch nicht geleert werden.
Was gehört in die Gelbe Tonne?
In die Gelbe Tonne gehören ausschließlich gebrauchte und leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Karton, Pappe oder Glas sind. Die Branche spricht von sogenannten Leichtverpackungen, also alles, was aus Kunststoff, Metall, Verbundstoffen und Naturmaterialien besteht und ein Produkt schützt. Die Verpackungen sollen restentleert, müssen aber nicht gespült sein.
Was zählt zu den Leichtverpackungen?
Dazu zählen z. B. Plastikbecher für Sahne, Joghurt, Margarine, Frischkäse, Quark, Milch- und Getränketüten (Tetra Packs), Flaschen aus Kunststoff, z.B. für Spülmittel, Körperpflegemittel, Waschmittel, Netze von Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Zwiebeln, Styroporformteile (z.B. Verpackungsmaterial von Elektrogeräten), Getränke- und Konservendosen, leere Farb- und Spraydosen und Pflanztöpfe.
Ist die Nutzung von Gelben Säcken weiterhin möglich?
Gelbe Säcke können bis Ende dieses Jahres zur Abfuhr genutzt werden. Nach Aussage der Fa. REMONDIS werden ab Januar 2022 im Landkreis Barnim keine Gelben Säcke mehr eingesammelt. Es dürfen auch keine Gelben Säcke in die Gelben Tonnen eingestellt werden, da sich das Füllvolumen dadurch deutlich reduziert.
Ist ein Tausch der Tonnengröße oder die Bestellung zusätzlicher Tonnen möglich?
Wenn im Laufe des Jahres 2022 festgestellt wird, dass regelmäßig große Mengen an Verpackungsabfällen anfallen, kann auch eine weitere Tonne bei der Fa. REMONDIS angefordert oder ein größerer Behälter aufgestellt werden. Dazu ist eine schriftliche Nachricht mit entsprechender Begründung notwendig, so dass der Behälterbedarf geprüft werden kann. Vor dem 01.01.2022 sind keine Änderungswünsche bei der Fa. REMONDIS möglich!
Kontakt Behälterdienst:
Bei Rückfragen und dringenden Anliegen können sich Bürgerinnen und Bürger per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. mit dem Betreff „Gelbe Tonne Barnim“ oder telefonisch an 0800/1223255 wenden. Des Weiteren können Sie auch das Umweltamt des Landkreises Barnim unter der Telefonnummer 03334/2141506 oder per E-Mai an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. kontaktieren.
Um Ihre Anfrage schnellstmöglich bearbeiten zu können sind folgende Angaben zwingend erforderlich:
1. Name
2. Adresse
3. Mailadresse
4. Telefonnummer
5. Konkrete Schilderung des Anliegens
Die Dualen Systeme, die für die Gelben Tonnen verantwortlich sind, informieren mit ihrer Kampagne „Mülltrennung wirkt“ über die Sammelkriterien und die Verwertung der Abfälle aus den Gelben Tonnen: www.mülltrennung-wirkt.de
Pressemitteilung LK Barnim | 7. Oktober 2021
Beitragsbild BDG:
Alternativtext: Kurt-Christoph von Knobelsdorff (2.v.r.) übergibt 2,4 Mio. EUR Fördermittel an KWB-Geschäftsführer Christian Mehnert (2.v.l.). Dr. Wilhelm Benfer (li.), Leiter des Amtes für Nachhaltige Entwicklung Landkreis Barnim und André Stahl (re.), Bürgermeister der Stadt Bernau bei Berlin begrüßen den Fortschritt in Richtung nachhaltigen Wirtschaftsverkehr in der Region. (Foto: Torsten Stapel)
Bildunterschrift: Kurt-Christoph von Knobelsdorff (2.v.r.) übergibt 2,4 Mio. EUR Fördermittel an KWB-Geschäftsführer Christian Mehnert (2.v.l.). Dr. Wilhelm Benfer (li.), Leiter des Amtes für Nachhaltige Entwicklung Landkreis Barnim und André Stahl (re.), Bürgermeister der Stadt Bernau bei Berlin begrüßen den Fortschritt in Richtung nachhaltigen Wirtschaftsverkehr in der Region. (Foto: Torsten Stapel)
Beitragstext:
BDG erhält 2,4 Millionen EUR für die Anschaffung von vier wasserstoffbetriebenen Abfallsammelfahrzeugen
Elektromobilität ist ein bedeutender Faktor für den Klimaschutz und die Schonung von Ressourcen. Bereits in vielen Bereichen des Straßenverkehrs hat diese Technologie Einzug gehalten. Nun gibt es auch Alternativen im Nutzfahrzeugbereich und die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG), ein Tochterunternehmen der Kreiswerke Barnim, ist das bisher erste Brandenburger Abfallwirtschaftsunternehmen, das vollelektrische Abfallsammelfahrzeuge zum Einsatz bringen wird.
Die Beschaffung von vier Abfallsammelfahrzeugen mit alternativer Brennstoffzellentechnologie wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) mit insgesamt 2,4 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PTJ) umgesetzt.
Am Donnerstag, 16. September überreichte Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der NOW GmbH, auf dem BDG-Betriebsgelände in Bernau einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2,4 Millionen Euro an Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim. „Ich bin in diesem Jahr bereits zum
zweiten Mal innerhalb weniger Monate im Landkreis Barnim, um die regionalen Aktivitäten beim Einsatz von Wasserstoff im Straßen- und Schienenverkehr zu würdigen und das zukunftsorientierte Handeln zu unterstützen,“ freut sich von Knobelsdorff und ergänzt: „Der Umbau hin zur Klimaneutralität ist eine Jahrhundertaufgabe, der wir nur mit technologieoffener Politik begegnen können. Der Landkreis Barnim geht hier beispielhaft voran und setzt die zur Verfügung stehenden Technologien bedarfsgerecht ein. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Offenheit und freue mich, in der Nähe zu Berlin so innovative und aufgeschlossene Praxispartner unterstützen zu können.“
Was der Landkreis in Sachen Elektromobilität bereits zu bieten hat, fasst Christian Mehnert eindrucksvoll zusammen: „Ich glaube sagen zu können, dass wir im Landkreis Barnim im Bereich der Elektromobilität im Land Brandenburg zu den Vorreitern gehören. Immerhin 10% der bislang bereitgestellten öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge des gesamten Landes befinden sich im Barnim. Wir beantragen mittlerweile die sechste Ausbaustufe für die Errichtung öffentlicher Ladeinfrastruktur. Mit dem gemeinwohlorientierten Mobilitätsangebot BARshare setzen wir aktuell Maßstäbe im Bereich des elektrischen Carsharings im ländlichen Raum. Zusammen mit den Partnern ENERTRAG und NEB arbeiten wir seit Mai 2021 am Aufbau einer Infrastruktur zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff auf der Regionalbahnlinie 27 (Heidekrautbahn). Umso mehr freuen wir uns, nun auch im Bereich der Abfallsammelfahrzeuge einen Schritt weiter in Richtung Klimaneutralität voranzukommen.“
Voraussichtlich im dritten Quartal 2022 werden vier brennstoffzellenbetriebene Abfallsammelfahrzeuge den aktuell 40 Fahrzeuge umfassenden BDG-Fuhrpark erweitern und im Bereich Bernau zum Einsatz kommen. Insgesamt 910.000 Kilometer werden jährlich auf den Sammeltouren zurückgelegt und bislang 520.000 Liter Diesel verbraucht. Beim Einsatz der Brennstoffzelle als Antriebstechnologie entstehen lediglich Wasser und Sauerstoff.
„Ein absoluter Gewinn für das Klima in der Stadt Bernau“, ist sich Bernaus Bürgermeister André Stahl sicher. „Neben sechs Wasserstoffbussen, die bald emissionsfrei durch die Stadt rollen werden, wird nun auch die Abfallentsorgung leiser und klimafreundlicher.“
Betankt werden „die Neuen“ mit grünem Wasserstoff, hergestellt aus erneuerbaren Energien. Die Tankstelle dafür errichtet die Barnimer Busgesellschaft in Bernau für die Betankung von Wasserstoffbussen, zur gemeinsamen Nutzung mit der BDG.
„2021 kann bereits jetzt als Initialjahr für den Einsatz von Wasserstoff im Landkreis Barnim gesehen werden“, stellt Dr. Wilhelm Benfer, Amtsleiter des Amtes für nachhaltige Entwicklung Landkreis Barnim angesichts der zahlreichen Projekte fest. „Es konnten seit Beginn dieses Jahres, dank der Unterstützung von Bund und Land, drei wegweisende Wasserstoffvorhaben im Landkreis auf den Weg gebracht werden. Zusammen mit den bereits etablierten Mobilitätsprojekten formiert sich der Landkreis schrittweise zu einer Elektromobilitätsregion, in der viele Rädchen ineinander greifen und zueinander passen.“
Informationen zu weiteren Wasserstoffvorhaben im Landkreis Barnim:
Verbundvorhaben Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff auf der Regionalbahnlinie 27 (Heidekrautbahn)
Bildunterschrift: Kurt-Christoph von Knobelsdorff (2.v.r.) übergibt 2,4 Mio. EUR Fördermittel an KWB-Geschäftsführer Christian Mehnert (2.v.l.). Dr. Wilhelm Benfer (li.), Leiter des Amtes für Nachhaltige Entwicklung Landkreis Barnim und André Stahl (re.), Bürgermeister der Stadt Bernau bei Berlin begrüßen den Fortschritt in Richtung nachhaltigen Wirtschaftsverkehr in der Region. (Foto: Torsten Stapel) Wir freuen uns über die Berücksichtigung unserer Meldung in Ihren Medien.